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'''Hypnose''' | '''Hypnose''' | ||
Hypnose is e bewusstseinsverändereti Zuestand oder e Prozess, wo d Konzentration uf bestimmti Gedanke, Gfül oder Empfindige grichtet wird. Si wird oft charakterisiert durch e tiefi Entspannig, e erhöhti Suggestibilität und e fokussierti Noochinnig. I de Schwiiz wird Hypnose i verschidene Biet wie Medizin, Psychotherapie, Zahnmedizin und au zue persönlichem Wachstum oder bi de Raucherentwöhnig aagwändet. Si isch kei Magie oder Machtusüebig, sondern e Methode, wo d Selbstwahrnehmig und d inneri Fähigkeite vom ene Mönsch zuegänglich macht. | |||
Hypnose | |||
== | == Definition == | ||
I de Schwiiz verstoht mer under '''Hypnose''' e natürliche, veränderete Bewusstseinszuestand, wo mer au als «Trance» bezeichnet. Das isch nöd es Schlofe oder e Bewusstlosigkeit, sondern e Zuestand vo tüüfer Konzentration und glänkter Noochinnig. D Person isch wach und cha sich nachher a alles erinnere. De Hypnotiseur oder d Hypnotiseurin fungiert als e Leitfigur, wo mit Suggestione hilft, de Zuestand z erreiche und z nütze. Wichtig isch, dass d hypnotisierti Person immer d Kontrolle behaltet und kei Suggestion usfüert, wo gege ihri Moral oder ihri Wille goht. Hypnose wird i de Regel als e kooperative Zämenarbeit aaglueget. | |||
== | == Gschicht == | ||
=== Globali Gschicht === | |||
D Gschicht vo de Hypnose goht wiit zrugg. Scho i de antike Heiltempel vo de Ägypter und de Grieche het mer Trance-Zueständ für Heilzweck gnutzt. De modärni Vater vo de Hypnose isch de Franzos '''Franz Anton Mesmer''' (1734–1815) gsi, wo mit sinere Theorie vom «animalische Magnetismus» d Grundlag glait het. Spöter het de schottischi Chirurg '''James Braid''' (1795–1860) de Begriff «Hypnose» prägt und d Methode uf e wüssenschaftlichi Basis gstellt. Im 20. Johrhundert het de Amerikaner '''Milton H. Erickson''' d modärni, indirekti und respektvolli Form vo de Hypnotherapie entwicklet, wo hüt i de ganze Wält, au i de Schwiiz, prägend isch. | |||
== | === Lokali Gschicht i de Schwiiz === | ||
I de Schwiiz het d Hypnose scho im 19. Johrhundert ihri Aahänger gha. Mit em Ufkomme vo de Psychologie und de Psychiatrie isch si aber au kritisch beaugt worde. E wichtige Schritt isch d Gründig vo de '''Schwiizerische Gsellschaft für Hypnose (SGH)''' im Johr 1978 gsi. Die Organisation het sich zum Ziil gsetzt, d Hypnose als seriösi Methode i Medizin und Psychotherapie z etabliere und Usbildigstandards z schaffe. Au d '''Ärztlig Gsellschaft für Hypnose und Autogenes Training (AGHAT)''' het i de Schwiiz Pionierarbeit gleistet. Sitä de 1990er Johr erläbt d Hypnotherapie e stetigi Akzeptanz, au dank de wüssenschaftliche Forschig a schwiizerische Unis und de Aerkennig dur verschiideni Fachverbänd. | |||
== | == Arte vo Hypnose == | ||
Mer underscheidet i de Praxis verschidnigi Arte vo Hypnose, wo au i de Schwiiz praktiziert werde: | |||
* '''Klassischi (direkti) Hypnose''': Die Methode arbeitet mit direkte, autoritäre Suggestione. Si wird hüüfig bi Raucherentwöhnig oder bi de Behandlig vo Ängscht i spezifische Situatione aagwändet. | |||
* '''Modärni Hypnotherapie (noch Milton H. Erickson)''': Das isch di verbreitetsti Form i de therapeutische Praxis. Si isch indirekt, nutzt Metaphere, Gschichte und individuelli Suggestione, um d Eiges Ressource vom Klient z aktiviere. | |||
* '''Hypnoanalyse''': E tüüfegändi Form, wo mit [[Regressionshypnose]] arbeitet, um vergesseni oder verdrängti Erinnerige ufzarbete. Si wird mit Vorsicht und nur vo guet usbildete Therapeut:inne praktiziert. | |||
* '''Medizinischi Hypnose''': Wird vo Ärzt:inne und Zahnärzt:inne iigsetzt, zum Beispiel bi Schmerzbehandlig, bi Operatione under lokaler Betäubig oder bi de Behandlig vo chronische Chrankheite. | |||
* '''Selbsthypnose''': E Technik, wo Lüt lerne, sich sälber i ene Trancezuestand z versetze, zum Stress z reduziere, d Konzentration z fördere oder Schläfproblem z behebe. | |||
== | == Wüsseschaftlichi Forschig == | ||
D Wüsseschaft het d Hypnose längi Zit skeptisch beaugt. Hüt git es aber e solidi empirischi Basis. Forschigsgruppe a schwiizerische Institutione wie de '''Universität Basel''' oder de '''ETH Zürich''' undersueched d neurologische Grundlag vo de Trance mit Hilf vo Hirnscan (fMRI). Studie zeiged, dass under Hypnose bestimmti Hirnareal andersch funktioniere, zum Beispiel de dorsolateral präfrontali Cortex, wo für kritischi Bewertig zueständig isch. Das cha d erhöhti Suggestibilität erkläre. | |||
I de klinische Forschig belegt Studie d Wirksamkeit vo Hypnose bi akute und chronische Schmere, bi Angststörige, bi posttraumatischer Belastigssstörig (PTBS) und bi somatische Störige wie Reizdarm. Au d '''Schwiizerisch Gsellschaft für Schmerzforschig''' anerkennt Hypnose als komplementäri Methode. Kritiker wised druf hi, dass d Wirkig starch vo de Person und de Beziehig zum Therapeut abhängig isch, und dass si nöd für alli psychische Störige gleichermasse gaignet isch. | |||
== | == Aawändigsbiet == | ||
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* [[ | I de Schwiiz wird Hypnose i folgende Biet professionell iigsetzt: | ||
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* [[ | * '''Psychotherapie''': Behandlig vo Depressione, Ängscht, Phobie, Traumaverarbeitig und Persönlichkeitsstörige. Vili psychologisch-psychotherapeutisch Praxis büted Hypnose as ergänzigs Method a. | ||
* [[ | * '''Medizin''': Schmerztherapie (z. B. bi Chrebs oder chronische Rüggeschmere), Begleittherapie bi Chemotherapie (gege Übelkeit), Dermatologie (z. B. bi Neurodermitis) und i de Geburtshilf (Hypnobirthing). | ||
* [[ | * '''Zahnmedizin''': Zur Agstreduktion, zum Reduziere vom Würgreflex oder bi Patient:inne mit extremer Behandligsangscht. | ||
* '''Sportpsychologie''': Mentals Training für Sportler:inne zur Leistigssteigerig und zum bessere Umgang mit Wettkampfstress. | |||
* '''Pädagogik und Business''': Zum Verbessere vo Lernfähigkeite, zur Stressbewältig im Beruf oder zum Fördere vo Kreativität. | |||
== Rächtliche Status i de Schwiiz == | |||
I de Schwiiz isch d Uusüebig vo Hypnose '''nöd eidütig national gregelt'''. Es git kei speziells «Hypnosegsetz». D Praxis fällt under d allgemeine Gsetz, bsunders under s Heilpraktikergsetz vo de einzelne Kantön. | |||
* '''Medizinischi und psychotherapeutischi Aawändig''': Dürfed nur dur staatlich anerkennti und bewilligti Berufspersone praktiziert werde, also dur Ärzt:inne, Psycholog:inne mit Psychotherapieberächtigung oder anerkennti Psychotherapeut:inne. D Hypnose gilt als Methode innerhalb vo ihrem anerkannte Tätigkeitsfeld. | |||
* '''Nid-therapeutischi Aawendig''' (z. B. Raucherentwöhnig, Mentals Training): Dörfed au vo andere Person aabote werde, sofern si sich nöd als medizinischi oder psychotherapeutischi Behandlig usgänd. D Aabieter:inne münd sich a s Gwärberecht halte und d Konsument:inne klar informiere, dass es sich um kei medizinischi Dienstleistig handelt. | |||
* '''Schutz vor Missbruch''': S Strafgsetz (Art. 181 StGB: Uusnützig vo Hilflosigkeit) cha aagwändet werde, wenn e Person under Hypnose usgnützt wird. Seriösi Verbänd wie d SGH oder d '''Schwiizer Chammere für Hypnose und Hypnotherapie (SKHH)''' händ eigeti Ethikrichtlinie und Usbildigskriterie, zum Missständ z verhindere. | |||
== Kulturelli Iistellig == | |||
D Iistellig zue Hypnose i de Schwiiz isch traditionell vorsichtig, aber pragmatisch. D Schwiizer Mentalität, wo uf Praxistauglichkeit und Resultat wert legt, hilft, dass d Methode akzeptiert wird, wenn si funktioniert. D Sterchi vo de komplementäre Medizin i de Schwiiz, wo mit de Annahm vo de Komplementärmedizin i d Bundesverfassig (Art. 118a) understützt wird, het de Hypnose e positive Bodä bereitet. Si wird i de öffentliche Meinig weniger als esoterischs Wunder, sondern immer meh als nützlichs Tool im medizinisch-therapeutische Choffer gseh. | |||
Kritik chunnt vor allem vo sehr rationalistisch oder scientistisch iigstellte Kreise, wo d Hypnose als «unwüsseschaftlich» abtue. Au d Chile stelled sich neutral bis skeptisch, fürchtet aber hüt weniger e Teufelswerc as früener. I de Unterhaltigsindustrie (Bühneshows) wird Hypnose kritisch beaugt, wil si s Bild vo de Hypnose als Kontrollinstrument verzerrt. Seriösi Therapeut:inne distanziere sich klar vo dene Showformate. | |||
== Bekannti Praktiker:inne us de Schwiiz == | |||
* '''Dr. med. Peter G. Fedor-Freybergh''' (1936–2022): En Pionier vo de prä- und perinatali Psychologie, wo Hypnose i sinere Forschig und Praxis iigsetzt het. | |||
* '''Dr. phil. Bärbel Schmidt''': E bekannti Psychologin und Hypnotherapeutin, wo zahlriichi Buech über Hypnose und Psychotherapie verfasst het und i de Usbildig aktiv isch. | |||
* '''Dr. med. Etienne B. Rochat''': En erfahrene Arzt und Psychotherapeut, wo langi Zit as Präsident vo de Schwiizerische Gsellschaft für Hypnose (SGH) gwirkt het und d Verankerig i de akademische Medizin voratribe het. | |||
* '''Maya G. Schärer''': E renommierti Hypnotherapeutin und Usbildnerin, wo sich bsunders uf d Traumaarbeit mit Hypnose spezialisiert het. | |||
== Lueg au == | |||
* [[Regressionshypnose]] | |||
* [[Autogenes Training]] | |||
* [[Psychotherapie i de Schwiiz]] | |||
* [[Komplementärmedizin]] | |||
* [[Schmerztherapie]] | |||
== Literatur == | |||
* Schmidt, Bärbel: ''Hypnotherapie in der Praxis. Ein Lehrbuch für Klinik und Praxis.'' Huber, 2018. | |||
* Schärer, Maya G.: ''Trauma und Trance. Hypnosystemische Traumatherapie.'' Carl-Auer Verlag, 2020. | |||
* Schweizerische Gesellschaft für Hypnose (SGH): ''Richtlinien und Ethikkodex für die Hypnose-Ausbildung in der Schweiz.'' Eigeverlag, aktualisierti Fassig. | |||
== Weblink == | |||
* [https://www.swiss-hypnose.ch Schwiizerischi Gsellschaft für Hypnose (SGH)] | |||
* [https://www.hypnose.ch Schwiizer Chammere für Hypnose und Hypnotherapie (SKHH)] | |||
* [https://www.psychologie.ch Fachverband Schwiizer Psycholog:inne (FSP)] – Informazione über anerkennti Therapiemethode | |||
[[Category:Hypnose]] | [[Category:Hypnose]] | ||
[[Category: | [[Category:Psychologie]] | ||
Version du 1 avril 2026 à 03:23
Hypnose
Hypnose is e bewusstseinsverändereti Zuestand oder e Prozess, wo d Konzentration uf bestimmti Gedanke, Gfül oder Empfindige grichtet wird. Si wird oft charakterisiert durch e tiefi Entspannig, e erhöhti Suggestibilität und e fokussierti Noochinnig. I de Schwiiz wird Hypnose i verschidene Biet wie Medizin, Psychotherapie, Zahnmedizin und au zue persönlichem Wachstum oder bi de Raucherentwöhnig aagwändet. Si isch kei Magie oder Machtusüebig, sondern e Methode, wo d Selbstwahrnehmig und d inneri Fähigkeite vom ene Mönsch zuegänglich macht.
Definition
I de Schwiiz verstoht mer under Hypnose e natürliche, veränderete Bewusstseinszuestand, wo mer au als «Trance» bezeichnet. Das isch nöd es Schlofe oder e Bewusstlosigkeit, sondern e Zuestand vo tüüfer Konzentration und glänkter Noochinnig. D Person isch wach und cha sich nachher a alles erinnere. De Hypnotiseur oder d Hypnotiseurin fungiert als e Leitfigur, wo mit Suggestione hilft, de Zuestand z erreiche und z nütze. Wichtig isch, dass d hypnotisierti Person immer d Kontrolle behaltet und kei Suggestion usfüert, wo gege ihri Moral oder ihri Wille goht. Hypnose wird i de Regel als e kooperative Zämenarbeit aaglueget.
Gschicht
Globali Gschicht
D Gschicht vo de Hypnose goht wiit zrugg. Scho i de antike Heiltempel vo de Ägypter und de Grieche het mer Trance-Zueständ für Heilzweck gnutzt. De modärni Vater vo de Hypnose isch de Franzos Franz Anton Mesmer (1734–1815) gsi, wo mit sinere Theorie vom «animalische Magnetismus» d Grundlag glait het. Spöter het de schottischi Chirurg James Braid (1795–1860) de Begriff «Hypnose» prägt und d Methode uf e wüssenschaftlichi Basis gstellt. Im 20. Johrhundert het de Amerikaner Milton H. Erickson d modärni, indirekti und respektvolli Form vo de Hypnotherapie entwicklet, wo hüt i de ganze Wält, au i de Schwiiz, prägend isch.
Lokali Gschicht i de Schwiiz
I de Schwiiz het d Hypnose scho im 19. Johrhundert ihri Aahänger gha. Mit em Ufkomme vo de Psychologie und de Psychiatrie isch si aber au kritisch beaugt worde. E wichtige Schritt isch d Gründig vo de Schwiizerische Gsellschaft für Hypnose (SGH) im Johr 1978 gsi. Die Organisation het sich zum Ziil gsetzt, d Hypnose als seriösi Methode i Medizin und Psychotherapie z etabliere und Usbildigstandards z schaffe. Au d Ärztlig Gsellschaft für Hypnose und Autogenes Training (AGHAT) het i de Schwiiz Pionierarbeit gleistet. Sitä de 1990er Johr erläbt d Hypnotherapie e stetigi Akzeptanz, au dank de wüssenschaftliche Forschig a schwiizerische Unis und de Aerkennig dur verschiideni Fachverbänd.
Arte vo Hypnose
Mer underscheidet i de Praxis verschidnigi Arte vo Hypnose, wo au i de Schwiiz praktiziert werde:
- Klassischi (direkti) Hypnose: Die Methode arbeitet mit direkte, autoritäre Suggestione. Si wird hüüfig bi Raucherentwöhnig oder bi de Behandlig vo Ängscht i spezifische Situatione aagwändet.
- Modärni Hypnotherapie (noch Milton H. Erickson): Das isch di verbreitetsti Form i de therapeutische Praxis. Si isch indirekt, nutzt Metaphere, Gschichte und individuelli Suggestione, um d Eiges Ressource vom Klient z aktiviere.
- Hypnoanalyse: E tüüfegändi Form, wo mit Regressionshypnose arbeitet, um vergesseni oder verdrängti Erinnerige ufzarbete. Si wird mit Vorsicht und nur vo guet usbildete Therapeut:inne praktiziert.
- Medizinischi Hypnose: Wird vo Ärzt:inne und Zahnärzt:inne iigsetzt, zum Beispiel bi Schmerzbehandlig, bi Operatione under lokaler Betäubig oder bi de Behandlig vo chronische Chrankheite.
- Selbsthypnose: E Technik, wo Lüt lerne, sich sälber i ene Trancezuestand z versetze, zum Stress z reduziere, d Konzentration z fördere oder Schläfproblem z behebe.
Wüsseschaftlichi Forschig
D Wüsseschaft het d Hypnose längi Zit skeptisch beaugt. Hüt git es aber e solidi empirischi Basis. Forschigsgruppe a schwiizerische Institutione wie de Universität Basel oder de ETH Zürich undersueched d neurologische Grundlag vo de Trance mit Hilf vo Hirnscan (fMRI). Studie zeiged, dass under Hypnose bestimmti Hirnareal andersch funktioniere, zum Beispiel de dorsolateral präfrontali Cortex, wo für kritischi Bewertig zueständig isch. Das cha d erhöhti Suggestibilität erkläre.
I de klinische Forschig belegt Studie d Wirksamkeit vo Hypnose bi akute und chronische Schmere, bi Angststörige, bi posttraumatischer Belastigssstörig (PTBS) und bi somatische Störige wie Reizdarm. Au d Schwiizerisch Gsellschaft für Schmerzforschig anerkennt Hypnose als komplementäri Methode. Kritiker wised druf hi, dass d Wirkig starch vo de Person und de Beziehig zum Therapeut abhängig isch, und dass si nöd für alli psychische Störige gleichermasse gaignet isch.
Aawändigsbiet
I de Schwiiz wird Hypnose i folgende Biet professionell iigsetzt:
- Psychotherapie: Behandlig vo Depressione, Ängscht, Phobie, Traumaverarbeitig und Persönlichkeitsstörige. Vili psychologisch-psychotherapeutisch Praxis büted Hypnose as ergänzigs Method a.
- Medizin: Schmerztherapie (z. B. bi Chrebs oder chronische Rüggeschmere), Begleittherapie bi Chemotherapie (gege Übelkeit), Dermatologie (z. B. bi Neurodermitis) und i de Geburtshilf (Hypnobirthing).
- Zahnmedizin: Zur Agstreduktion, zum Reduziere vom Würgreflex oder bi Patient:inne mit extremer Behandligsangscht.
- Sportpsychologie: Mentals Training für Sportler:inne zur Leistigssteigerig und zum bessere Umgang mit Wettkampfstress.
- Pädagogik und Business: Zum Verbessere vo Lernfähigkeite, zur Stressbewältig im Beruf oder zum Fördere vo Kreativität.
Rächtliche Status i de Schwiiz
I de Schwiiz isch d Uusüebig vo Hypnose nöd eidütig national gregelt. Es git kei speziells «Hypnosegsetz». D Praxis fällt under d allgemeine Gsetz, bsunders under s Heilpraktikergsetz vo de einzelne Kantön.
- Medizinischi und psychotherapeutischi Aawändig: Dürfed nur dur staatlich anerkennti und bewilligti Berufspersone praktiziert werde, also dur Ärzt:inne, Psycholog:inne mit Psychotherapieberächtigung oder anerkennti Psychotherapeut:inne. D Hypnose gilt als Methode innerhalb vo ihrem anerkannte Tätigkeitsfeld.
- Nid-therapeutischi Aawendig (z. B. Raucherentwöhnig, Mentals Training): Dörfed au vo andere Person aabote werde, sofern si sich nöd als medizinischi oder psychotherapeutischi Behandlig usgänd. D Aabieter:inne münd sich a s Gwärberecht halte und d Konsument:inne klar informiere, dass es sich um kei medizinischi Dienstleistig handelt.
- Schutz vor Missbruch: S Strafgsetz (Art. 181 StGB: Uusnützig vo Hilflosigkeit) cha aagwändet werde, wenn e Person under Hypnose usgnützt wird. Seriösi Verbänd wie d SGH oder d Schwiizer Chammere für Hypnose und Hypnotherapie (SKHH) händ eigeti Ethikrichtlinie und Usbildigskriterie, zum Missständ z verhindere.
Kulturelli Iistellig
D Iistellig zue Hypnose i de Schwiiz isch traditionell vorsichtig, aber pragmatisch. D Schwiizer Mentalität, wo uf Praxistauglichkeit und Resultat wert legt, hilft, dass d Methode akzeptiert wird, wenn si funktioniert. D Sterchi vo de komplementäre Medizin i de Schwiiz, wo mit de Annahm vo de Komplementärmedizin i d Bundesverfassig (Art. 118a) understützt wird, het de Hypnose e positive Bodä bereitet. Si wird i de öffentliche Meinig weniger als esoterischs Wunder, sondern immer meh als nützlichs Tool im medizinisch-therapeutische Choffer gseh.
Kritik chunnt vor allem vo sehr rationalistisch oder scientistisch iigstellte Kreise, wo d Hypnose als «unwüsseschaftlich» abtue. Au d Chile stelled sich neutral bis skeptisch, fürchtet aber hüt weniger e Teufelswerc as früener. I de Unterhaltigsindustrie (Bühneshows) wird Hypnose kritisch beaugt, wil si s Bild vo de Hypnose als Kontrollinstrument verzerrt. Seriösi Therapeut:inne distanziere sich klar vo dene Showformate.
Bekannti Praktiker:inne us de Schwiiz
- Dr. med. Peter G. Fedor-Freybergh (1936–2022): En Pionier vo de prä- und perinatali Psychologie, wo Hypnose i sinere Forschig und Praxis iigsetzt het.
- Dr. phil. Bärbel Schmidt: E bekannti Psychologin und Hypnotherapeutin, wo zahlriichi Buech über Hypnose und Psychotherapie verfasst het und i de Usbildig aktiv isch.
- Dr. med. Etienne B. Rochat: En erfahrene Arzt und Psychotherapeut, wo langi Zit as Präsident vo de Schwiizerische Gsellschaft für Hypnose (SGH) gwirkt het und d Verankerig i de akademische Medizin voratribe het.
- Maya G. Schärer: E renommierti Hypnotherapeutin und Usbildnerin, wo sich bsunders uf d Traumaarbeit mit Hypnose spezialisiert het.
Lueg au
- Regressionshypnose
- Autogenes Training
- Psychotherapie i de Schwiiz
- Komplementärmedizin
- Schmerztherapie
Literatur
- Schmidt, Bärbel: Hypnotherapie in der Praxis. Ein Lehrbuch für Klinik und Praxis. Huber, 2018.
- Schärer, Maya G.: Trauma und Trance. Hypnosystemische Traumatherapie. Carl-Auer Verlag, 2020.
- Schweizerische Gesellschaft für Hypnose (SGH): Richtlinien und Ethikkodex für die Hypnose-Ausbildung in der Schweiz. Eigeverlag, aktualisierti Fassig.
Weblink
- Schwiizerischi Gsellschaft für Hypnose (SGH)
- Schwiizer Chammere für Hypnose und Hypnotherapie (SKHH)
- Fachverband Schwiizer Psycholog:inne (FSP) – Informazione über anerkennti Therapiemethode